Ipamorelin gehört zu den Wachstumshormon-Sekretagoga, einer Gruppe von Substanzen, die an einem ganz bestimmten Andockpunkt der Zelle ansetzen. Dieser Andockpunkt ist der Ghrelin-Rezeptor, in der Fachsprache GHS-R1a, ein G-Protein-gekoppelter Rezeptor. Das Wort selektiv bedeutet dabei, dass Ipamorelin in der Forschung vor allem diesen einen Rezeptor anspricht und als Modellsubstanz dient, um dessen Funktion auf Zellebene zu untersuchen.
Was ist Ipamorelin?
Man kann sich Ipamorelin wie einen passgenau zugeschnittenen Schlüssel vorstellen, der nur ein einziges Schloss öffnet. Chemisch ist es ein synthetisches Pentapeptid, also eine künstlich hergestellte Kette aus fünf Aminosäuren, die ursprünglich von Novo Nordisk unter dem Code NNC 26-0161 beschrieben wurde. In der Forschung wird Ipamorelin der Substanzklasse der selektiven Wachstumshormon-Sekretagoga zugeordnet, weil es gezielt am Ghrelin-Rezeptor (GHS-R1a) ansetzt und dort als Agonist, also als aktivierender Gegenpart, beschrieben wird.
Was macht Ipamorelin im Körper?
Auf diese häufige Suchfrage lässt sich seriös nur eine Antwort auf Rezeptorebene geben, denn Ipamorelin ist eine Forschungschemikalie und nicht zur Anwendung am Menschen bestimmt. Bildlich gesprochen drückt die Substanz an einer Zelle eine ganz bestimmte Klingel, nämlich den Ghrelin-Rezeptor (GHS-R1a). In Zell- und Bindungsstudien wird beschrieben, wie diese Rezeptoraktivierung mit der Ausschüttung von Wachstumshormon aus Zellen der Hirnanhangdrüse zusammenhängt. Aussagen darüber, was die Substanz darüber hinaus in einem lebenden Organismus bewirkt, macht goodaminos ausdrücklich nicht.
Ist Ipamorelin in Deutschland legal?
Rechtlich steht Ipamorelin eher im Regal eines Labors als in der Apotheke. Die Substanz ist in Deutschland und der übrigen EU nicht als Arzneimittel zugelassen und auch nicht als Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder Kosmetikum eingestuft. goodaminos gibt Ipamorelin ausschließlich als Forschungschemikalie für Labor- und In-vitro-Zwecke ab, nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier. Im Sport führt die WADA Wachstumshormon-Sekretagoga in Kategorie S2 ihrer Verbotsliste. Eine rechtsverbindliche Einordnung des Einzelfalls ersetzt dieser Text nicht.