Was ist KPV? Das Tripeptid einfach erklärt
Redaktion: goodaminos Laborteam · Zuletzt geprüft: 7. Oktober 2026
Was ist KPV?
Steckbrief
- Synonyme
- KPV, Lysin-Prolin-Valin, Alpha-MSH(11-13)
- Substanzklasse
- Synthetisches Tripeptid, Endstück von Alpha-MSH
- Aminosäuren
- 3 (Lysin, Prolin, Valin)
- Herkunft
- Abgeleitet vom körpereigenen Botenstoff Alpha-MSH
- Zulassung
- Nicht als Arzneimittel zugelassen
- Molekulargewicht
- 342.48 Da
Rezeptorprofil & Mechanismus
KPV ist bemerkenswert klein. Während viele erforschte Peptide aus vielen Bausteinen bestehen, sind es bei KPV nur drei. Diese drei Bausteine bilden das äußerste Ende eines größeren Botenstoffs, und genau dieses Endstück steht im Mittelpunkt der Forschung zu KPV.
Was macht KPV in der Forschung?
KPV wird in Studien vor allem im Zusammenhang mit entzündungsbezogenen Signalwegen beschrieben. Man kann sich das kurze Peptid als abgetrenntes Endstück eines größeren Botenstoffs vorstellen: Der vollständige Botenstoff Alpha-MSH ist im Körper an der Regulation von Entzündungsvorgängen beteiligt, und Forscher untersuchen, ob das kleine Endstück allein ähnliche Berührungspunkte zeigt. Beschrieben wird dabei unter anderem der Transport über ein Eiweiß namens PepT1. Diese Befunde stammen aus Labor- und Zellmodellen. Ein Rückschluss auf eine Anwendung am Menschen ist damit ausdrücklich nicht verbunden.
Warum ist KPV so kurz?
Viele bekannte Peptide sind lange Ketten, KPV dagegen besteht aus nur drei Aminosäuren. Der Grund liegt in seiner Herkunft: KPV ist nicht als eigenes Molekül entworfen worden, sondern entspricht dem letzten kleinen Abschnitt des natürlichen Botenstoffs Alpha-MSH. Forscher haben gezielt dieses Endstück herausgegriffen, weil sich daran untersuchen lässt, welcher Teil des großen Botenstoffs für bestimmte Beobachtungen ausreicht. Die Kürze macht KPV außerdem einfacher herzustellen und im Reagenzglas gut handhabbar.
Entwicklungs- & Studienlage
KPV ist als Endstück des natürlichen Botenstoffs Alpha-MSH schon lange bekannt und wird seit vielen Jahren als Forschungssubstanz in Zell- und Labormodellen beschrieben.
Konkrete Ergebnisse aus diesen Modellen geben wir hier bewusst nicht als Nutzen wieder, weil sie Gegenstand der Grundlagenforschung sind und nicht auf den Menschen übertragen werden können.
Literatur zur Substanzklasse
- Dalmasso G, Charrier-Hisamuddin L, Nguyen HTT, et al. (2008). PepT1-mediated tripeptide KPV uptake reduces intestinal inflammation. Gastroenterology 134(1), 166-178. DOI: 10.1053/j.gastro.2007.10.026
- Kannengiesser K, Maaser C, Heidemann J, et al. (2008). Melanocortin-derived tripeptide KPV has anti-inflammatory potential in murine models of inflammatory bowel disease. Inflamm Bowel Dis 14(3), 324-331. DOI: 10.1002/ibd.20334
Rechtsstatus
KPV ist nicht als Arzneimittel zugelassen. goodaminos vertreibt KPV ausschließlich als Forschungschemikalie für Labor- und In-vitro-Zwecke; es ist nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier bestimmt. Es ist kein Arzneimittel, kein Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel und kein Kosmetikum. Dies ist keine Rechtsberatung.
Stand: 7. Oktober 2026. Quellen:
Häufige Fragen zu KPV
KPV steht für die drei Aminosäuren, aus denen das Peptid besteht: Lysin (K), Prolin (P) und Valin (V). Daher der Name.
Ja. KPV ist ein Tripeptid, also eine sehr kurze Kette aus drei Aminosäuren, und bildet das Endstück des körpereigenen Botenstoffs Alpha-MSH.
KPV entspricht dem äußersten Endstück des körpereigenen Botenstoffs Alpha-MSH, konkret den Aminosäuren 11 bis 13 (Lysin, Prolin, Valin).
Für die Laborforschung
Nur für Forschungszwecke (RUO). Nicht für den menschlichen Verzehr oder die Anwendung am Menschen.
